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Erfahrungen und Artikel

10.11.2015,

Gedanken zum Thema Space Clearing von Runa: 

Der befriedete Raum

 

Schauen wir uns nur mal einen wichtigen Teil unseres Lebens an: das Wohlfühlen durch Sauberkeit. Für unsere körperliche Reinigung geben wir im Jahr eine enorme Summe aus. Wir möchten uns in unserem Körper wohlfühlen und uns auch in der Gesellschaft präsentieren können. Das Angenommensein ist uns wichtig, dazu gehört unser inneres Saubersein genauso dazu wie unsere äußere Erscheinung. Monatlicher Friseur, Nagelstudio, Fußpflege, tägliche Dusche und Zähneputzen sind das Mindeste.

 

Wenn wir uns dessen sehr bewusst sind, sind wir auch bestrebt, unsere Wortwahl zu reinigen, vielleicht sogar auf die Gedanken zu achten. Das Auto, unser lieber Gefährte der Eigenständigkeit, erfährt auch seine notwendigen Waschanlagendurchfahrten. Unser Heim wird gewienert und zu den jahreszeitlichen Gegebenheiten geschmückt, das ist selbstverständlich und es wird auch nicht an Accessoires fürs Tägliche gespart. Schließlich gehört dies zum Rundumpaket des Lebensgenusses dazu.

 

Und wieviel ist es uns wert, auch unsere Atmosphäre, in der wir Beziehungen leben und einen Großteil unseres Tages arbeiten, zu reinigen? Raumspray kann einen Streit kaum klären. Es befriedigt vielleicht nicht mal unsere Nase. Am liebsten verlassen wir den Raum, wo wir harte verletzende Worte ausgesprochen oder gehört haben. Sie werden sich schon verflüchtigen, denken wir, nachher die Fenster auf und es ist wieder gut in den vier Wänden. Ist das so? Oder kommt es uns nur so vor, als ob da noch was festhängt? Das ist nur die unschöne Erinnerung daran, werden wir uns beschwichtigen, und zum Tagesgeschehen übergehen. Was auf einer anderen, uns nicht sichtbaren, aber doch wahrnehmbaren Ebene passiert, scheint es für uns nicht zu geben. Unsere Augen sind dafür blind, unser Gefühl aber nimmt es wahr. Oder wie können wir es uns sonst erklären, dass wir uns in Räumen, wo sich geängstigt wird (z.B. beim Zahnarzt), einfach nicht so recht wohlfühlen?

 

Unterschwellig drängt es uns, zu fliehen. Unsere inneren Sinne warnen uns: hier ist was im Argen. Bleiben wir, bleibt unsere Unruhe. Wir wechseln ständig die Plätze oder die Sitzposition, gehen auf die Toilette oder ziehen unseren emotionalen Schutzpanzer über. Nur durchhalten! Aber wohlfühlen? Damit hat es dann nichts mehr zu tun. Wir schotten uns ab. Verdichten. Versteinern. Der Kloß im Bauch bleibt, solange wir dort bleiben, erst wenn wir klare Räume – eine Wiese, einen Garten, einen Wald - um uns haben, fällt er langsam von uns ab. Wir können wieder frei durchatmen. Und wundern uns, was dieses Gefühl war. Aber wie ist die Situation? Wir gehen wieder dorthin zurück, es ist nun mal unser Zuhause oder unser Arbeitsplatz. Es sind unsere Räume, in denen wir auf dieser Erde leben. Sollten wir nicht auch da von Zeit zu Zeit Klarheit schaffen? Das Eigenartige ist, es reicht nicht aus, umzubauen, neuen Putz aufzubringen, zu malern.

 

Zu meiner Arbeit als SpaceClearing-Therapeutin gehört es, meine Klienten darauf hinzuweisen, dass es eine andere Ebene der Wahrnehmung gibt, die sich klären lässt. Wir müssen es nicht aushalten, was manchmal Generationen von Familien in die Zimmer entlassen haben.

 

Wenn wir neue Räume für uns in Besitz nehmen, wenn wir ein Haus erben, wenn wir eine Praxis oder Laden eröffnen, wenn wir den Handwerksbetrieb des Vaters übernehmen, möchte ich eine umfassende Raumklärung empfehlen. Wie diese abläuft, ist Ihrem Geschmack überlassen. Es gibt Möglichkeiten der direkten Klärung vor Ort und der Fernklärung. Ich arbeite mit der direkten Klärung vor Ort, die Sie miterleben dürfen, wenn Sie das möchten. Auch dies kann ich nur empfehlen, denn es eröffnet Ihnen eine ganz neue, allumfassende Wahrnehmung Ihrer Räume. Jede Ecke werden sie danach kennen. Und lieben. Es wird nicht einfach etwas gemacht, was Sie nicht wissen, sondern Sie erleben hautnah mit, wie es sich anfühlt, Ihren Lebensraum von alten Emotionen, Worten und Geistern zu befreien.

 

Danach ist die Atmosphäre klar wie in einer Gebirgslandschaft und ein erstaunlich stiller, befriedeter Raum, den es nun wieder zu füllen gilt. Diesmal mit Ihren Emotionen, Ihren Stimmungen, Ihren Worten, vielleicht denen Ihrer Partner und Kinder, Ihrer Freunde, Kollegen, Mitarbeiter, Kunden, Patienten. Sind nicht nur Sie es, die sich in den Räumen aufhalten, sollten Sie überdenken, eine energetische Klärung, ein Space Clearing, in Ihren Jahresablauf zu integrieren.

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20.10.2015, Erfahrungsbericht von Runa:  Space Clearing in einem öffentlichen Raum


Vor ein paar Tagen führte ich ein Space Clearing in einem öffentlichen Raum, der Wirkungsstätte eines Wohngebiets-Vereins eines Neubaugebietes, durch. Hier sind viele Menschen involviert, die alle ihr Bestes geben wollen. Die meisten sind ehrenamtlich tätig. Manche eher lose, sich die Bewegungen anschauend und abwartend, wohin es sie treibt. Andere sehr verbissen, mit dem Hintergrund, hier einen Anker im Leben gefunden zu haben, um ihr Lebensschiff endlich in einem Hafen unterzubringen und nicht dem rauen Meer der Wirtschaft ausgesetzt zu sein. Viele Emotionen, Gefühle, Gedanken, und Schmerzen wurden hier gelebt, einiges davon verborgen, vieles ganz offen, verbal und körperlich. Die Geschichten von Zuhause wurden mit hergebracht und oft hier ausgekippt. Froh, die Befindlichkeiten jemanden erzählen zu können. Sich Erleichterung verschaffend.

 

Als ich das erste Mal in diese Räume kam, befand ich für mich die Atmosphäre in den Räumen als sehr dicht, wie abgestanden, lange nicht gelüftet, auch wenn die Fenster immer bei Bedarf geöffnet wurden. Das brachte zwar frische Luft zum Atmen herein, aber ich hatte das untrügliche Gefühl, dass ich wie durch eine wabernde Masse ging, die sich für mich drückend, belastend anfühlte. Es gab Regionen in den Zimmern, wo es lichter war, aber vor allem dort, wo sich das Büro befand, hatte ich das dringende Bedürfnis, sofort die Fenster öffnen zu müssen. Ich weiß, dass dies nur kurze Linderung bringt, da die Stimmungen und Emotionen, die sich hier in den Jahren des Wirkens angesammelt haben, im Raum fest hängen. Klärung war merklich nötig. Klärung auf energetischer Ebene.

 

Klärung dieser Art ist Befreiung im wahrsten Sinn des Wortes. Frei von Spannungen, die in diesen Räumen von den meisten Menschen nur unterschwellig gefühlt werden. Frei vom Unwohlfühlen in manchen Zimmerecken, was nicht so richtig erklärt werden kann. Dort ist ein längeres Verweilen einfach nicht möglich. Ich kenne dies gut, du bestimmt auch. Ich bin an solchen Plätzen ziemlich schnell unruhig geworden, fühlte mich wie getrieben, entwickelte Fluchtpläne, Ausreden, vermehrte Gänge zur Toilette, einfach um nicht dort sitzen zu müssen. Manchmal half das Umstellen der Möbel, allerdings nur für eine kurze Zeit. Dann hatte das Gefühl des Wegmüssens mich wieder eingeholt.

Frei von dem Gefühl, dass sich da noch jemand im Raum befindet, der nicht zu sehen oder zu greifen ist, aber durchaus gefühlt werden kann. Nur manchmal, weshalb das diffuse Gefühl eben mal zur Seite geschoben wird.

 

Alle gespeicherten Emotionen von Generationen, die sich in Räumen aufgehalten haben, holen uns auf der Gefühlsebene wieder ein.

 

Dieses Gebäude war zu DDR-Zeiten ein Kindergarten. Kinderlachen, Kinderweinen, erster Schmerz, erste Enttäuschung, frühmorgendliche Elternsorgen beim Abgeben, auch Oma- und Opafreuden beim nachmittäglichen Abholen, Erzieherinnenfrust, wenn die Kleinen nicht so wollten, die privaten Dinge, die mitgebracht wurden, obenauf gepackt. Dieses Gebäude war früher zum Glück ein Kindergarten, denn hier kam auch die kindliche Unschuld der wahren Freude an und wurde in die Räume gespeist. Eine gute Grundlage für den Ausgleich der Energien.

 

Dann stand das Gebäude einige Jahre leer, Kindergärten wurden nach der Wende nicht mehr so viele gebraucht. Ich betrachte jegliche Materie, die uns Menschen dienlich ist, als Lebewesen. Kannst du den Schmerz nachfühlen, wenn du nicht mehr gebraucht wirst? Auch das wurde obenauf gepackt. Du wirst sagen, ein Stein kann kein Gefühl haben. Vielleicht ist es nicht der Stein im Großen, sondern die Zwischenräume, die Kraft und Bestimmung, die Ausrichtung, der Wille, die wir mit der Errichtung eines Gebäudes mit in das Gemäuer hinein senden. Ich hab schon oft gefühlt, wie Gebäude, die nicht mehr genutzt wurden, nicht nur körperlich zerfallen, sondern auch jegliche Absicht aus ihnen weicht, sich zu erhalten. Sobald aber eine neue Bestimmung für den umbauten Raum ansteht, das Gebäude wie aufatmet, sich in Schale wirft. Es ist spürbar. Auch dieser ehemalige Kindergarten bekam eine neue Ausrichtung und wurde wieder präsent.

 

In dieses Haus zog erneut Leben ein, und was für ein Leben! Mehrere Vereine mit unterschiedlichsten Ausrichtungen teilten sich nun die Räume. Viel Leben, viele Emotionen flossen hinein. Fast 20 Jahre lang. Eine ganze Generation ging ein und aus. Es wurde ebenso Freude und Lachen in diese Räume gebracht, wie auch Sorgen, geschäftliche wie häusliche, Furcht um den Erhalt der Vereine und damit der eigenen gesellschaftlichen Akzeptanz und Anerkennung. Manche der Vereine konnten nicht überleben, viele schaffen es nur mit enormer monatlicher Anstrengung, manche haben ein gutes Auskommen.

 

All die gedanklichen, geäußerten, gefühlten Hintergründe flossen in die Atmosphäre der Räume des Hauses. Nun war es an der Zeit, hier Klarheit zu schaffen. In einem der Vereine gab es einen teilweisen Neuanfang und dazu bedurfte es einer neuen Ausrichtung. Mit einem Space Clearing, einer energetischen Raumklärung, sollte der Anfang leichter vonstatten gehen. So die Annahme der Organisatorin des Vereins, fußend auf der tiefgreifenden Erfahrung in ihrer eigenen Wohnung, die ich vor ein paar Jahren für sie energetisch gereinigt hatte.

 

Wir machten uns ans Werk. Vier Stunden später kamen wir nach einer Zeit der Zeremonie und einer Zeit des Sichberuhigens der Energien wieder in die Räume und waren beide überrascht, was sich hier getan hatte. Der Raum empfing uns mit einer Reinheit, die mich wie immer erstaunte. Glasklare Atmosphäre. Ich ging durch die Räume wie durch eine klare Gebirgslandschaft. Offenen Herzens. Ich sah in die begeisterten Augen der Vereinsfrau und wusste, hier in diesem Räumen kann ein Neuanfang stattfinden. Ein paar Umräumungen sind noch wünschenswert und sollen stattfinden. Aber die Basis ist geschaffen.

 

Nun kommt es drauf an, worüber hier neu nachgedacht wird. Was wird dem Raum zugeführt?

 

Wie bewusst ist uns, dass wir mit unserem Dazutun Räume auch auf der Ätherischen Ebene füllen? Dem Raum, in dem wir leben, sowie dem Raum, in dem wir arbeiten. Dem Raum, in dem wir Gäste empfangen und beherbergen. Dem Raum, in den wir mit unseren Bekümmernissen, Sorgen und auch Schmerzen kommen und sie abladen. Dem Raum, in dem wir sterben.

 

Viele Räume sind übervoll. Nicht nur an Möbeln. Ich möchte da keine Angst einbringen, sondern Anstöße geben, über den manchmal schon längst gefühlten, aber wieder zurückgestellten Unwohlsein beim Betreten eines Hauses, einer Wohnung, eines Zimmers, nachzuforschen.

 

Schließlich ist unser Wohlbefinden einer der wichtigsten Faktoren in unserem Leben.